
Wenn du mit HighLevel ein eigenes SaaS Angebot bauen willst, dann kommt irgendwann der Punkt, wo es nicht mehr um „ein bisschen CRM“ geht, sondern um echte Automatisierung: Kunde kauft, Subaccount wird angelegt, Snapshot wird eingespielt, alles ist sofort startklar. Genau darum geht’s hier.
In diesem Beitrag zeige ich dir den Ablauf: Wie du deinen ersten SaaS Plan in HighLevel anlegst, ihn mit Features und Snapshot bestückst und ihn anschließend sauber über deine Website verkaufst. Plus das Thema, das in Europa gerne Kopfschmerzen macht: Reverse Charge und warum Stripe hier aktuell der sichere Weg ist.
👉Was ist HighLevel und wie funktioniert es wirklich:
https://ghl-guide.de/was-ist-gohighlevel
Der SaaS Konfigurator in HighLevel ist nicht in jedem Plan verfügbar. Wichtig für dich: Du bekommst ihn nur im Pro Plan (497 $ Plan). Wenn du darunter bist oder irgendwann downgraden willst, musst du viele Dinge wieder manuell machen:
Subaccount manuell anlegen
Snapshot manuell importieren
Setup und Freischaltungen manuell durchführen
Mit Pro kannst du das komplett automatisieren. Und genau diese Automatisierung ist der Punkt, warum sich SaaS mit HighLevel überhaupt so „clean“ skalieren lässt.
Bevor du Pläne baust, geh einmal die Grundeinstellungen durch. Das wirkt langweilig, spart dir aber später Support, Chaos und Geld.
Wenn du mehrere Pläne hast, gib deinen Kunden die Möglichkeit, selbst downzugraden. Das reduziert Tickets und ist für dich sicherer, weil du einen sauberen Prozess hast.
Wenn du nur einen Plan anbietest, ist es weniger relevant. Sobald du aber Starter, Premium, Pro oder ähnliche Stufen hast, wird’s wichtig.
Klingt banal, ist aber Pflicht: Kündigung muss aktiv sein. Ohne diese Berechtigung kann der Kunde nicht kündigen. Und das willst du garantiert nicht.
Ja, man kann theoretisch auch Subaccounts SaaS berechtigen. Praktisch: Zum Zeitpunkt der Aufnahme gibt es hier noch technische Hürden. Baue deine SaaS Pläne über den Hauptaccount, also über deinen Argenturaccount.
Wenn du SaaS verkaufst, ziehst du auch Leute an, die Dinge ausreizen. Gerade in kostenlosen Testphasen kann das teuer werden (Thema SMS). Eine sehr wirksame Option ist:
Neue Subaccounts erst manuell freischalten
Diese Option ist Gold wert. Wenn eine Zahlung scheitert, soll der Subaccount nicht weiterlaufen. So meldet sich der Kunde, du klärst es sofort, und es wird nicht einfach „unter den Tisch gekehrt“.
👉HighLevel Automationen richtig nutzen:
https://ghl-guide.de/funktionen/automationen
Jetzt geht’s in die Pläne:
Pläne und Preise öffnen
Plan hinzufügen
Empfehlung: über Stripe V1 (Hauptaccount) anlegen, nicht über Subaccount
Dann folgen die typischen Felder:
Planname und Beschreibung
Kategorie (wichtig für Upgrade und Downgrade Logik)
Preis monatlich und jährlich
Kleiner psychologischer Klassiker: Preise enden oft auf 7. HighLevel macht es so, viele übernehmen das. Ob 47, 97 oder 297: Die Struktur ist bekannt und funktioniert.
Hier wird oft durcheinandergeworfen:
Benutzerlimit: Teammitglieder im Subaccount
Kontaktlimit: Leads, Kunden, CRM Kontakte
Benutzerlimit macht Sinn für gestaffelte Pläne. Kontaktlimit ist optional, viele lassen es offen, wenn dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen.
Das ist die spannendste Seite im Setup: Features aktivieren oder deaktivieren.
Mit einem Klick entscheidest du, was dein Kunde im Subaccount überhaupt sieht. Das ist ein riesiger Vorteil, weil dein Angebot dadurch nicht wie „ein riesiges Tool“ wirkt, sondern wie ein schlankes System für genau diesen Zweck.
Ganz wichtig: Häng direkt einen Snapshot an.
Damit ist der Subaccount nach dem Kauf nicht leer, sondern sofort eingerichtet. Website, Automationen, Pipelines, Funnels, alles drin, was du vorbereitet hast. Das ist der Moment, wo dein SaaS Angebot wirklich skaliert.
Add-ons wie WhatsApp, Listings, WordPress oder AI Employee wirken spannend, sind aber am Anfang schnell Overkill.
Bau Add-ons lieber als separates Angebot oder in einen höheren Plan ein
Wenn du unsicher bist: Frag in der Community, bevor du dir ein Chaos baust
Du kannst die Testphase flexibel setzen. Viele starten mit 7 Tagen, du kannst aber deutlich höher gehen. Wichtig ist, dass du das bewusst als Teil deiner Conversion-Strategie nutzt.
E-Mail und SMS verursachen Kosten. Du kannst deinem Kunden ein monatliches Budget geben, damit es für ihn einfacher wird. Du entscheidest:
einmalige Credits
wiederkehrende Credits
ungenutzte Credits übertragen oder nicht
Jetzt zum Punkt, der bei vielen den Verkauf sprengt, wenn sie es zu spät merken: Reverse Charge.
Wenn du in Deutschland sitzt und an Unternehmen in z. B. Österreich verkaufst und diese eine VAT-Nummer haben, dann kann die Rechnung ohne Umsatzsteuer laufen. HighLevel kann das zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht vollständig abbilden. Stripe kann es, wenn du es korrekt einstellst.
Wichtig: Das kann sich ändern. Deshalb gilt wie im Skript: Bei Updates und neuen Lösungen immer kurz in der Community nachfragen.
👉Die komplette Ausbildung:
https://ghl-guide.de/ausbildung
Jetzt kommt der Teil, der am Ende Umsatz macht.
Du kannst den Button auf deiner Website so einstellen, dass ein Pop-up öffnet und dort das Bestellverfahren läuft.
Empfehlung: zweistufiges Bestellverfahren.
Warum?
Weil du im ersten Schritt schon Name und E-Mail-Adresse bekommst. Wenn jemand im Zahlungsstep abbricht, kannst du automatisiert Follow-ups schicken. Und das ist oft der Unterschied zwischen „weg“ und „doch Kunde“.
Außerdem kannst du alles übersetzen, AGB aktivieren und sauber gestalten.
Wenn du Reverse Charge sauber lösen willst, gehst du pragmatisch:
Verkaufslink kopieren (Stripe Link)
Button statt Pop-up auf Website URL setzen
Speichern, Vorschau, fertig
Dann landet der Kunde direkt auf der Stripe Zahlungsseite. Dort kann er als Firma einkaufen, VAT-Nummer hinterlegen und Stripe Tax übernimmt Reverse Charge, wenn du es aktivierst.
Das ist aktuell für viele in Europa der stressfreieste Weg.
Wenn du den SaaS Konfigurator im Pro Plan nutzt, deine Pläne schlank hältst, ein Snapshot direkt dranhängst und den Verkauf sauber über Website plus Stripe aufsetzt, hast du ein System, das wirklich automatisiert laufen kann.
Und genau darum geht’s: Nicht „mehr arbeiten“, sondern einmal richtig bauen und dann skalieren.
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